
Lüneburger Heide steht 2026 im Mittelpunkt
Seit 2015 ruft der in Mittelhessen ansässige Verein „Weidewelt – Verein für naturschutzkonforme Landnutzung durch Beweidung“ alljährlich die „Weidelandschaft des Jahres“ aus. Für 2026 fiel die Wahl auf die Lüneburger Heide.
von Gerd Bauschmann / Red. erschienen am 07.01.2026Die Lüneburger Heide liegt im Städtedreieck Hamburg, Bremen und Hannover. Sie erstreckt sich von Buchholz in der Nordheide im Norden bis nach Soltau im Süden und Schneverdingen im Westen bis zur Hansestadt Lüneburg im Osten.
Sie ist bekannt durch die bereits seit der Jungsteinzeit existierende Heidevegetation, die auch heute noch durch Beweidung mit Heidschnucken und anderen Weidetieren erhalten wird. Traditionell werden die Schnuckenherden von Schäferinnen und Schäfern mit Hütehunden ganzjährig gehütet.
Schutzgebiete sind der 1.078 km² Naturpark Lüneburger Heide mit dem 234 km² großen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide sowie der 480 km² große Naturpark Südheide.
IYRP und Schnucke als Rasse des Jahres
Die Aktion „Weidelandschaft des Jahres“ wird in diesem Jahr ergänzt durch die von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) ausgerufene Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2026: „Heidschnucken und Hütehunde“.
Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist die Ausrufung des Jahres 2026 zum Themenjahr der Hirten und Weidelandschaften (IYRP – International Year of Rangelands and Pastoralists) durch die Weltlandwirtschaftsorganisation FAO der UN (Food and Agriculture Organization of the United Nations). Auch dabei engagiert sich Weidewelt und wird einige Aktionen im Jahr 2026 durchführen.
So wird gewählt
Der Verein Weidewelt wählt jährlich die „Weidelandschaft des Jahres“. Dazu macht ein Kuratorium, dem namhafte Wissenschaftler und Beweidungsexperten angehören, bis zu drei Vorschläge. Aus diesen wird dann in der Weidewelt-Mitgliederversammlung die „Weidelandschaft des Jahres“ gekürt.









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