Historische Heidschnuckenhaltung
Ställe in Schmetterlingsform
Um das Jahr 1800 gab es in der Lüneburger Heide bis zu 500 000 Heidschnucken, die eine Fläche von etwa 250 000 ha Heideland zur Äsung benötigten. In den Wäldern westlich der Stadt Uelzen sind zahlreiche Spuren aus jener Zeit in Form von Erdwällen und Stallfundamenten zu finden. Diese Schafställe wurden dabei grundsätzlich in Schmetterlingsform gebaut.
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In einem Waldstück bei Westergellersen im Landkreis Lüneburg sind nur noch relativ flache Erdwälle zu sehen. Erst moderne Technik zeigt, was sich dort im Unterholz verbirgt: Es handelt sich um den Grundriss eines Schafstalles mit seitlichen Gehegen. Der Stall von etwa 7 × 14 m Größe wird begleitet von zwei „Schmetterlingsflügeln“, etwa 29 × 14 m groß. Zu erkennen sind die Strukturen mithilfe von „Light Detection and Ranging“ (LiDAR), einer Fernerkundungstechnologie, die Laserstrahlen nutzt. Beim „Airborne Laser Scanning“ (ALS) ist die Scaneinheit auf oder an einem Flugobjekt angebracht. 2018 wurde ganz Niedersachsen aus der Luft gescannt. Nachdem Vegetation und Bebauung herausgerechnet wurden, ist die nackte Erdoberfläche mit all den...


