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Rheinland-Pfalz

Wolfspräventionsraum Hunsrück wird temporär erweitert

Der Herdenschutz ist ab sofort in einem erweiterten Gebiet förderfähig. Zudem ruft das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) zur Meldung von Sichtungen und Nachweisen auf.

von Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz / Red. erschienen am 16.01.2026
© scigelova/shutterstock.com
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Nach einer abrupt abgerissenen Nachweisserie zum April 2025 hin, konnte am 22. November 2025 bei Deimberg (Landkreis Kusel, Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein) der Wolfsrüde GW4433m erneut in der Region Baumholder nachgewiesen werden. Mehrere Nachweise lassen auf dessen länger währende Anwesenheit schließen. Diese erfolgten teilweise in unmittelbarer Grenznähe des Präventionsgebiets (PG) Hunsrück.

Erweiterung im 30-km-Radius um Fundort für min. 1 Jahr

Aufgrund der Nachweise dieses Wolfs bis in den Raum Bad Sobernheim sowie der Nähe zur Grenze des Präventionsgebiets (Fluss Glan/B420) ist gemäß Managementplan eine Ausweitung des PG-Hunsrück (30-km-Radius) erforderlich. Dies hat zum Ziel, die ansässigen Weidetierhalter im potenziellen Lebensraum von GW4433m bei der Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen fördertechnisch zu unterstützen.

Die Erweiterung des PG-Hunsrück besteht vorerst für ein Jahr. Das bestehende Gebiet wird nach Osten erweitert. Als Grenze sollen vom bestehenden PG-Hunsrück aus, ab Kirn der Fluss Nahe bis zum Ort Bad Münster am Stein-Ebernburg, von dort aus die B48 bis zur Anschlussstelle Winnweiler, von dort aus die A63 bis zur Anschlussstelle Kaiserslautern, von dort aus die A6 bis zur Landesgrenze zum Saarland fungieren. Damit werden die stärksten, prägnantesten Barrierestrukturen dieser Region angewendet. Der Kernlebensraum des Wolfs GW4433m liegt nach aktuellem Stand im bestehenden PG-Hunsrück.

Der Wolf GW4433m gilt mit dem Nachweis vom 22. November 2025 als ein in Rheinland-Pfalz ansässiges Einzeltier. Er war davor zuletzt am 3. April 2025 oberhalb des Truppenübungsplatzes Baumholder in der VG Herrstein-Rhaunen an einem Nutztierriss nachweisbar gewesen. Das Tier stammt aus der Alpen-/Italienischen Population.

Veranstaltungen zum Thema geplant

Zur vorerst temporären Ausweitung des PG-Hunsrück sind zwei Online-Herdenschutzveranstaltungen und ein Herdenschutz-Vorort-Termin mit den Demo-Zaun-Elementen und einem entsprechenden Vortrag geplant.

Mehr Informationen zur Förderung und Sichtungen

Weidetierhalter haben trotz der vorerst temporären Ausweisung des Präventionsgebiets ab sofort die Möglichkeit, Anträge zur Förderung von Präventionsmaßnahmen beim KLUWO zu stellen.

Fragen und Antworten zum Leben mit dem Wolf, zu Herdenschutz und Förderung, sowie rechtliche Fragestellungen können im FAQ auf der Seite www.wolf.rlp.de nachgelesen werden.

Sichtungen und andere Nachweise können auf der oben genannten Internetseite oder unter der Telefonnummer 06306/911-199 gemeldet werden.

Neueste Entwicklungen zum Wolf in Rheinland-Pfalz erhalten Sie über den Newsletter des KLUWO, Anmeldung über kluwo@wald-rlp.de.

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