
Über 1000 Menschen kamen zum Mahnfeuer in Rehe
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Rissserie in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen (in und um die Präventionsgebiete Westerwald und Hunsrück) kamen am 23. Januar 2026 über 1000 Menschen zum länderübergreifenden Mahnfeuer bei der Grillhütte in Rehe im Westerwaldkreis. Unter dem Motto „Wann, wenn nicht jetzt!“ machten Weidetierhalter und Veranstalter auf die dramatische Lage der Weidetierhaltung aufmerksam, in die sie durch die ungebremste Ausbreitung der Wölfe gebracht werden.
von Schafzucht-Redaktion erschienen am 28.01.2026Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau veröffentlichte auf Instagram den Appell der Teilnehmer an die politischen Entscheidungsträger: „Macht endlich den Weg für eine praxisgerechte Wolfsregulierung frei!“
Rund 20 Verbände und Institutionen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen fordern mehr Rücksichtnahme für die Weidetierhalter, für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und die heimische Artenvielfalt, die eng mit der Grünlandbewirtschaftung verknüpft ist.
Simon Darscheid, Bezirksvorsitzender und Delegierter des Schafzuchtverbandes Nordrhein-Westfalen, betonte die hervorragende Zusammenarbeit aller Verbände bei dieser Veranstaltung. Die drei genannten Bundesländer suchten jetzt den Schulterschluss, um sich gemeinsam für eine praxisgerechte Wolfsregulierung einzusetzen.
Das Fazit einer Teilnehmerin: „Die Veranstaltung in Rehe war sehr beeindruckend, wir waren viele und laut, dennoch friedlich! Eine wirklich gute Möglichkeit, Schulterschluss zu zeigen, zu sehen, dass die Probleme nicht vor Festtagen oder akkuraten Zäunen mit viel Strom drauf haltmachen. Alle Redner betonten, dass der Wolf nicht ausgerottet werden soll, nur weil er im Jagdrecht gelandet ist! Es ging nur um den Abschuss von Wölfen, die an Weidetiere gehen. Und dieser Abschuss sollte sehr zügig durchgeführt werden. Schön, dass sich hierin Weidetierhalter, Kommunal- und Landespolitiker, Berufs- und Interessenverbände und die Jägerschaft einig waren. Mich hat die Veranstaltung sehr beeindruckt.“
Gemeinsam haben der Bundesverband Berufsschäfer (BVBS) und die drei Landesschafzuchtverbände der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen eine „Länderübergreifende Erklärung der Schaf- und Ziegenhalterverbände zum dringend notwendigen Wolfsmanagement“ abgegeben. Darin betonen sie: „Die ungebremste Ausbreitung des Beutegreifers Wolf gefährdet die Weidetierhaltung, insbesondere die Schaf- und Ziegenhaltung, in ihrer ganzen Existenz. Es ist unumgänglich, den Wolfsbestand sofort und aktiv zu regulieren. Der günstige Erhaltungszustand der Art Wolf wird dadurch nicht gefährdet. Der Schaden an Natur und Umwelt ohne Wolfsmanagement mit seinen negativen Auswirkungen (z.B. Aufgabe der Weidetierhaltung oder Lebensraum- und Biodiversitätsverlust) ist nicht mehr umkehrbar.“ Eine ihrer wichtigsten Forderung in dem Positionspapier:
Es muss ein rechtssicherer Rahmen zur Entnahme schadensstiftender Wölfe und Wolfsrudel geschaffen werden. Entnahmegenehmigungen müssen zeitnah und länderübergreifend gelten.
Die länderübergreifende Erklärung können Sie als pdf nachfolgend herunterladen.










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