
Futterquelle, Klimaschützer und wertvoller Lebensraum
Wie viel Dauergrünland gibt es in Deutschland? Die Zahlen aus 2025, veröffentlicht von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), zeigen, dass der Anteil an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche relativ stabil bleibt, sich die Nutzungsart jedoch weiter verschiebt.
von BLE / Red. erschienen am 28.01.2026Nach den neuesten Daten bewirtschafteten landwirtschaftliche Betriebe im Jahr 2025 rund 4,7 Mio. Hektar Dauergrünland. Das entspricht 28,5 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland.
Was zeichnet Dauergrünland aus?
Dauergrünland sind Flächen, die über Jahre (meist min. fünf Jahre) hinweg ununterbrochen als Grünland zur Futtergewinnung genutzt werden. Im Jahr 2025 wurde davon etwa 54 % als Weidefläche genutzt und 41 % als Wiesenfläche zur Futterernte. Nur ein kleiner Teil dient als ertragsarme Fläche (z.B. Naturschutzflächen oder Hutungen) oder wurde aus der Produktion genommen.
Hervorragender Kohlenstoffspeicher
Grünland ist weit über seine Futterfunktion hinaus wichtig:
- Es besitzt eine bessere Filter- und Pufferfunktion als Ackerland und vermindert so Nährstoffeinträge in Gewässer effektiver.
- Es schützt Böden besonders gut vor Erosion.
- Es kann mehr Kohlenstoff speichern als Ackerland: Bei Grünland sind es 181 Tonnen organischer Kohlenstoff je Hektar (0 bis 90 cm Tiefe). Im Vergleich: Bei Ackerland sind es 95 und bei Waldböden etwa 100 Tonnen pro Hektar.
- Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren und somit essenziell für die Biodiversität.
Langfristige Entwicklung:
Die Grünlandfläche in Deutschland war seit den 1990er Jahren rückläufig. Erst seit etwa 2014 stagnierte dieser Trend und zeigt seitdem leichte Zuwächse, unter anderem durch agrarpolitische Maßnahmen wie Greening-Auflagen und Schutzregelungen gegen Grünlandumbruch.
Die vollständige Statistik „Grünland – Bodennutzung und pflanzliche Erzeugung“ finden Sie auf der BMEL-Statistikseite.








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