Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Tiergesundheit

SPARC – für eine nachhaltige Parasitenbekämpfung

SPARC ist ein Projekt im Rahmen von „Horizon Europe“, das 2024 ins Leben gerufen wurde, um eine europäische Praxisgemeinschaft unter Einbeziehung aller Akteure aufzubauen und eine europäische Vision sowie Praktiken für eine nachhaltige Parasitenbekämpfung zu entwickeln.

von SPARC / Red. erschienen am 24.04.2026
Strongyloides stercoralis , ein pathogener parasitärer Fadenwurm, der die Krankheit Strongyloidiasis verursacht. © Chansom Pantip/shutterstock.com
Artikel teilen:

SPARC steht für „Sustainable PARasite Control in grazing ruminants“ (Nachhaltige Parasitenkontrolle in Weidewiederkäuern). Das Ziel des Projekts besteht darin, die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von Wiederkäuerbetrieben zu steigern, indem bewährte Verfahren, Instrumente und Lösungen zur nachhaltigen Wurmbekämpfung verbreitet werden, die

  1. die Tiergesundheit und das Wohlergehen der Tiere in den Betrieben,
  2. die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und
  3. die ökologische Nachhaltigkeit des Sektors verbessern.

SPARC ist eine Kooperation zwischen 15 Partnern in 10 Ländern, die vom Flämischen Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (ILVO) und Kreavet in Belgien koordiniert wird. In Deutschland ist Boehringer Ingelheim beteiligt.

Gemeinsam gegen zunehmende Resistenzen

Ende 2025 kamen europäische Forscher, politische Entscheidungsträger, Regierungsbehörden und Vertreter der Industrie in Brüssel zu einem Treffen zusammen, dessen Schwerpunkt auf der Förderung einer nachhaltigen Parasitenbekämpfung in der Tierhaltung lag. Das Treffen machte deutlich, wie dringend gemeinsame europäische Maßnahmen erforderlich sind, um der zunehmenden Resistenz gegen Antiparasitika entgegenzuwirken und den Tierschutz auf dem gesamten Kontinent zu stärken.

Zum Thema Mehr als „nur“ ein Tierwohlproblem

Unter Antiparasitika-Resistenz versteht man das Phänomen, dass Parasiten in der Lage sind, eine Behandlung mit Antiparasitika zu überleben und somit weiterhin negative Auswirkungen auf das Tierwohl und die landwirtschaftliche Produktivität zu haben.

Auf globaler Ebene beeinträchtigt dies die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität. Da der Klimawandel die Parasitenepidemiologie weiter verändert, sind Tierhaltungssysteme zunehmend anfällig für durch Parasiten verursachte Verluste. Experten betonten, dass ein verbessertes Parasitenmanagement nicht nur für den Schutz der Tiergesundheit unerlässlich ist, sondern auch einen entscheidenden Hebel für den Klimaschutz darstellt, da gesündere Tiere zu effizienteren und widerstandsfähigeren Produktionssystemen beitragen.

Forderung: Parasitenbekämpfung priorisieren und Maßnahmen in ganz Europa harmonisieren

Die Interessengruppen betonten, dass die Verwirklichung einer nachhaltigen Parasitenbekämpfung weiterhin hohe Priorität auf der europäischen politischen Agenda haben sollte, wobei die Abstimmung mit den übergeordneten EU-Zielen in den Bereichen ökologische Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit, Tierschutz und den One-Health-Prinzipien sichergestellt werden muss.

Die Experten forderten eine stärkere Verzahnung von Forschungsergebnissen und politischer Gestaltung und wiesen darauf hin, dass eine nachhaltige Parasitenbekämpfung nicht nur von neuen Technologien abhängt, sondern auch von unterstützenden Rechtsvorschriften, Anreizen für bewährte Verfahren und einem anhaltenden Bewusstsein bei Landwirten und Tierärzten.


Viele nützliche Inhalte – auch auf Deutsch

Auf der Internetseite von SPARC finden Sie auch die sogenannte Wissensdrehscheibe, mit vielen nützlichen Informationen und interessanten Artikeln, sortiert nach Milch- und Fleischschafen.

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren