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Artenschutz

Eine Chance für das größte Wildschaf der Welt

Mit seinen mächtigen, gedrehten Hörnern ist das Riesenschaf Argali (Ovis ammon) eine ikonische Art der Hochgebirge und offenen Landschaften Zentralasiens. Das bis zu 220 kg schwere Schaf gehört zu den wichtigsten Beutetieren des gefährdeten Schneeleoparden. Der NABU erhält nun das Mandat des UN-Umweltprogramms, den Schutz des Argali in allen zwölf Verbreitungsländern bis 2032 zu koordinieren.

von Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) erschienen am 23.04.2026
Böcke der Art Argali ( Ovis ammon ) können eine Schulterhöhe von 135 cm erreichen. © NABU/Richard Reading
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Die Art kommt in Zentralasien und angrenzenden Gebirgsregionen vor, darunter in Teilen Ostasiens, im Himalaya, in Tibet und im Altaigebirge. Sein Bestand ist seit Jahren durch Wilderei und den Verlust von Lebensräumen drastisch gesunken.

© NABU/Richard Reading

Auch „Beute-Schutz“ für den Schneeleoparden

„Zusammen mit unseren Partnern setzen wir uns dafür ein, die Argali-Populationen langfristig zu sichern – trotz der fortschreitenden Naturzerstörung und der teils schwierigen politischen Voraussetzungen in den Verbreitungsstaaten“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

„Als eines der wichtigsten Beutetiere des Schneeleoparden ist das Argali ein Schlüssel für dessen Schutz. Der UN-Aktionsplan bietet eine einzigartige Chance, Maßnahmen voranzubringen, die beiden Arten zugutekommen“, so Khalil Karimov, NABU-Experte für Schneeleopardenschutz.

© NABU/Richard Reading

Internationaler Schutz

Das Argali ist in Anhang II der Bonner Konvention wandernder Arten (CMS) gelistet und wird durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) reguliert. Darüber hinaus ist die Art durch die EU-Artenschutzverordnung sowie den US-amerikanischen Endangered Species Act (ESA) geschützt und in mehreren nationalen Roten Listen als gefährdet eingestuft.

Der Aktionsplan konzentriert sich auf den Ausbau wissenschaftlicher Monitoringprogramme, die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Verbreitungsstaaten, die Verbesserung von Wildtiermanagement sowie die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher Perspektiven für die Menschen vor Ort.

© NABU/Richard Reading
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