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Gemeinsame Agrarpolitik

Wirtschaftliche Stabilisierung bleibt zentrale Herausforderung

von VDL erschienen am 07.04.2026
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Die wirtschaftliche Lage der Schafhaltung bleibt weiterhin angespannt, wie in zwei Beiträgen im letzten Schafzucht-Magazin (Schafzucht 5/2026, Seite 37 und Seite 42) ausführlich dargestellt wurde. Steigende Betriebskosten, anhaltender Preisdruck und strukturelle Unsicherheiten wirken sich auf die Investitionsfähigkeit vieler Betriebe aus. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die Nachfrage nach Produkten aus regionaler Weidehaltung und nach hochwertigen Produkten aus der Schafhaltung zunimmt – ein Trend, der langfristig Chancen bietet. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Stabilisierung eine zentrale Herausforderung: Die Verbesserung der Vermarktungsstrukturen, die Anerkennung ökologischer Leistungen sowie bessere Rahmenbedingungen für Weide- und Wandertierhaltung sind weiterhin dringend notwendig.

Im Hinblick auf die GAP braucht es einen starken Verband, um unsere Interessen zu vertreten, denn die aktuell diskutierten Szenarien hinsichtlich Kappung und Degression würden große Teile der Weidetierhaltung ökonomisch negativ treffen. Das Thema wird derzeit in verschiedenen fachlichen und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungsformaten diskutiert. Dazu gehören etwa parlamentarische Abende, Fachgespräche und agrarpolitische Dialogveranstaltungen, in die die VDL sowie weitere Vertreter der Weidetierhaltung ihre Perspektiven einbringen.

Die aktuellen Diskussionen rund um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zeigen deutlich, wie stark sich die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung im Wandel befinden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Fragen der finanziellen Stabilisierung, der Vereinfachung von Standards und der Weiterentwicklung der ökologischen Anforderungen. Für die Schaf- und Ziegenhalter bleiben vor allem folgende Punkte von zentraler Bedeutung:

  • die Zukunft der Direktzahlungen,
  • die Ausgestaltung der Ökoregelungen sowie
  • die Anerkennung der besonderen Leistungen der Weidetierhaltung.

Auch in den kommenden Monaten bleibt die GAP ein dynamisches Thema, da die Betriebe Planungssicherheit benötigen und Anpassungen auf europäischer und nationaler Ebene erwartet werden.

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