Ministerin zum Gespräch im Schafstall

Am 10. März 2026 besuchten Ministerin Colette Boss-John vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum und Caroline Gerbothe, Mitglied des Thüringer Landtages, die Agrarprodukte Schwabhausen. Die Genossenschaft züchtet die Rasse Merinolangwollschaf und ist ein erfolgreicher Ausbildungsbetrieb. Das Unternehmen hält ca. 2500 Mutterschafe, davon sind 850 Pensionstiere.
Nach einer kurzen Betriebsvorstellung durch Gerd Steuding und Thomas Spittel (Vorstandsvorsitzender) ging es zur Diskussion in den Stall. Themen waren der fehlende Nachwuchs an Auszubildenden und was sich am Einkommen der Schäfer ändern muss, damit der Beruf wieder interessant wird. Es gab Vorschläge zur Aufwertung der Ausbildung. Auch das Thema Herdenschutz und der Umgang mit Herdenschutzhunden wurde intensiv besprochen. Hier berichtete Gerd Steuding über seine Erfahrungen, aber auch über die mit dem Herdenschutz verbundenen Probleme. Im Zuge des Bürokratieabbaus wurde der Vorschlag einer Prämie von 70 Euro pro Schaf und Jahr für den Herdenschutz aufgenommen.
Die Initiative von Thüringen auf Bundesebene zur Abschaffung des K3-Status bei der Wolle wurde gelobt. Ein weiteres Thema war die Prüfung einer möglichen Senkung des GVE-Schlüssels im KULAP. In der Maßnahme „Genetische Ressourcen“ sollte der GVE-Schlüssel für Schafe und Ziegen wieder auf 0,15 angehoben werden. Hier wurde der Ministerin ein konkreter Vorschlag zur Vereinfachung der Beantragung vorgestellt.
Alle angesprochenen Themen wurden auf Wunsch der Ministerin im Nachgang zusammengefasst und nachgereicht. Ergänzt wurde das Thema Wegfall der Ausgleichszulage (AGZ) im Spezifischen Gebiet (SPG).








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