Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Bundesjagdgesetz

Zustimmung im Bundesrat: Wolf wird ins Jagdrecht aufgenommen

Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am 27. März 2026 erwartungsgemäß einem Gesetz zugestimmt, das den Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufnimmt. Das Gesetz wird nun ausgefertigt und tritt am Tag nach seiner Verkündung in Kraft.

von Red. Quelle BundesratKOMPAKT erschienen am 27.03.2026
Ein freigestellter Kopf eines Wolfes (Canis lupus) von der Seite © belizar/shutterstock.com
Artikel teilen:

Dabei unterscheiden die Regelungen zwischen günstigem und ungünstigem Erhaltungszustand.

  • Befinden sich Wölfe in einem günstigen Erhaltungszustand, kann die zuständige Behörde künftig einen revierübergreifenden Managementplan aufstellen. Mit diesem soll sichergestellt werden, dass die Jagd diesen günstigen Erhaltungszustand nicht gefährdet. Günstiger Erhaltungszustand bedeutet: Wölfe leben jetzt und auch in Zukunft überall dort, wo sie von Natur aus leben können. Der Lebensraum und das Nahrungsangebot reichen aus, um das Überleben langfristig zu sichern. Die Anzahl der Wölfe ist außerdem so groß, dass sie nicht vom Aussterben bedroht sind. Hohe Tierbestände können dann vom 1. Juli bis 31. Oktober durch die Jagd eingehegt werden.
  • Bei ungünstigem Erhaltungszustand hingegen ist die Jagd nur zur Abwendung wirtschaftlicher Schäden oder im Interesse der Gesundheit von Menschen oder der öffentlichen Sicherheit zulässig. Weidegebiete können allerdings auch dann zur Jagd auf Wölfe freigegeben werden, wenn sie aufgrund ihres Geländes nicht schützbar sind, wie dies bei Almen und Deichen vorkommen kann.

Zunehmende Gefahr für Weidetiere

Zwar sei die Rückkehr des Wolfs in Deutschland und Europa ein großer Erfolg der Artenschutzpolitik, heißt es in der Gesetzesbegründung. Mit steigenden Wolfszahlen nehme jedoch auch die Gefahr für Herden- und Weidetiere zu. So seien im Jahr 2024 bundesweit bei rund 1100 Übergriffen rund 4300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt worden. Im selben Jahr seien rund 23,4 Mio. Euro für Herdenschutzmaßnahmen aufgewendet worden. Hinzu kämen etwa 780 000 Euro an Ausgleichszahlungen für betroffene Tierhalter.

Mehr zum Thema:
0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren