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AAH Hessen

Erste ZTP für Altdeutsche Hütehunde

von Christel Simantke, AAH Hessen erschienen am 06.01.2026
Junger Schafpudel bei der Prüfung. © Christel Simantke
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Die Zuchtordnung der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde (AAH) sieht vor, dass vor einer Verpaarung der Hunde eine Zuchttauglichkeitsprüfung (ZTP) durchgeführt wird. Je nach Satzung des Landesverbandes der AAH, hat dies sowohl für die Hündin als auch für den Rüden zu erfolgen. Zunächst wird per Chiplesegerät überprüft, ob der vorgestellte Hund den Angaben auf dem Zuchtpapier entspricht. Das Gebiss wird auf Vollständigkeit gecheckt, und beim Rüden müssen die Hoden abgestiegen sein. Ist alles zur Zufriedenheit des Zuchtwartes vorhanden, darf der Prüfling an die Herde und dort sein Können zeigen.

Die Herde ist klassischerweise eine Schafherde, da die meisten Altdeutschen Hütehunde an Schafen arbeiten. Es dürfte aber auch eine Ziegen- oder ein Rinderherde sein. Kuhhunde sollen ausschließlich an Rindern geprüft werden, da sich ihre Arbeitsweise von der anderer Altdeutschen unterscheidet.

Am 14. September 2025 bot die AAH Hessen zum ersten Mal eine zentrale ZTP an, die öffentlich zugänglich war. Gastgeber war Timo Büttner, Zweiter Vorsitzender der AAH Hessen, der am Rande des Spessarts einen Teil seiner Merinoherde zur Verfügung stellte. Die Zuchtwartin Andrea Gerlach nahm die anwesenden Hunde kritisch in Augenschein, anschließend beurteilte sie gemeinsam mit dem Ersten Vorsitzenden, Ralf Meisezahl, das Auftreten und das Können der Hunde an der Herde.

Erwartet wird, dass der vorgestellte Hund deutliches Interesse an der Herde hat und Hütetrieb zeigt. Die deutlich ausgemähte Furche oder der Weg soll vom Hund angenommen werden, exakt auslaufen muss er sie nicht. Der strafende Griff am Schaf vervollständigt die zu zeigende Leistung.

Für die ZTP waren sechs Hunde von Mitgliedern der hessischen AAH gemeldet, drei Mitteldeutsche Gelbbacken, zwei Mitteldeutsche Füchse und ein Schafpudel. Die vorgestellten Hunde zeigten alle mittleres bis ausgeprägtes Interesse an der Herde und konnten mit unterschiedlichen Fähigkeiten aufwarten. Fünf der sechs Hunde haben die Zuchttauglichkeit bestanden.

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