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Tiergesundheit

Hunde und Katzen weiterhin gegen Tollwut impfen

Zwar ist Deutschland seit 2008 frei von Wild-Tollwut, dennoch appelliert das Umweltministerium Rheinland-Pfalz, Hunde und Katzen weiterhin impfen zu lassen, um potenzielle Ansteckungen durch importierte Tiere zu verhindern.

von Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz / Red. erschienen am 04.03.2026
© Gail Johnson/shutterstock.com
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Tollwut ist weltweit weiterhin verbreitet. Große Teile Afrikas sowie Süd-/Südostasiens sind beispielsweise stark betroffen. Für die Einreise von Hunden und Katzen aus anderen Ländern gelten daher rechtlich hohe Anforderungen, um eine Einschleppung der Krankheit zu verhindern.

Auch für den importierten, an Tollwut verstorbenen Hund im Rhein-Pfalz-Kreis lagen die für die Einreise notwendigen Dokumente vor. Dazu gehören die Kennzeichnung mit einem Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung, eine Antikörper-Titer-Untersuchung sowie eine dreimonatige Wartezeit vor der Einreise nach Deutschland. Bei dem vorliegenden Fall Anfang 2026 konnten zunächst keine Beanstandungen festgestellt werden. Erst nach dem Tod des Tieres und dessen Untersuchung im Landesuntersuchungsamt (LUA) wurde Tollwut nachgewiesen. Außerdem wurde deutlich, dass das Tier jünger war als auf den Dokumenten angegeben. Aufgrund dieser Unstimmigkeit in den Papieren ermittelt derzeit die Kriminalpolizei wegen des Verdachts auf illegale Einfuhr.


Hintergrund

Tollwut ist eine virale Krankheit, die das Nervensystem befällt. Deutschland gilt seit 2008 als frei von Fuchs-Tollwut (sogenannte terrestrische Tollwut), also der klassischen Wild-Tollwut. Der letzte Tollwut-Fall trat am 3. Februar 2006 bei einem Fuchs im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz auf.

Die Symptome der Tollwut können sich bei Haustieren in Wesensveränderungen mit Aggressivität und Bissigkeit ohne erkennbaren Grund, Schreckhaftigkeit, Scheu und Nervosität, Schluckbeschwerden mit starkem Speicheln, Angst vor Wasser, Krämpfen und Lähmungen zeigen. Das typische Symptom bei Wildtieren ist der Verlust der natürlichen Scheu gepaart mit Beißfreudigkeit – im fortgeschrittenen Stadium bewegen sich die Tiere unkoordiniert, wirken orientierungslos und zeigen Lähmungserscheinungen.

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