
Zuwachs um 500 % in 10 Jahren
Die Wolfsbestände in Deutschland sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Insgesamt stieg die Anzahl der Wölfe von 268 Individuen im Monitoringjahr 2014/15 auf 1 633 Tiere im Monitoringjahr 2024/25.
von Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung / Red. erschienen am 15.01.2026Innerhalb von zehn Jahren entspricht das einem Zuwachs um gut 500 % oder um 1 365 Wölfe.
Zur Berechnung:
Die Zahlen in der BZWW-Infografik beruhen auf der jährlichen Veröffentlichung der DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf). Die DBBW erfasst Rudel, Paare und Einzeltiere. Für die durchschnittliche Rudelstärke hat das BZWW den Faktor 7 angesetzt. Diese Vorgehensweise orientiert sich an Mittelwerten wissenschaftlicher Publikationen und Statusberichte.
Wolfsübergriffe betreffen v. a. Schafe und Ziegen
Die meisten Wölfe leben in den Flächenländern Niedersachsen und Brandenburg mit je knapp 400 Tieren. In den östlichen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben sich jeweils über 200 Wolfsindividuen angesiedelt. Die Wölfe verbreiten sich inzwischen flächendeckend in Deutschland. Durch die vermehrte Ausbreitung nehmen Wolfsrisse zu. Die Anzahl verwundeter und getöteter Weidetiere ist von 40 im Jahr 2006 auf rund 4 300 Tiere bei rund 1 100 Übergriffen im Jahr 2024 angestiegen. Ein Großteil der Wolfsübergriffe erfolgte auf Schafe und Ziegen.









Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.