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Frühjahrsmahd

Rehkitze und Bodenbrüter jetzt schützen

Die nun anstehende Frühjahrsmahd fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. Doch die Taktik „Ducken und Tarnen“ schützt den Nachwuchs in Wiesen zwar vor Fuchs und Habicht, nicht aber vor Kreiselmäher oder Mähbalken. Bewirtschafter von Flächen sind gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, wenn mit Tod oder Verletzung von Wirbeltieren zu rechnen ist.

von Deutscher Bauernverband e.V. / Red. erschienen am 05.05.2026
Ein Rehkitz liegt versteckt im Gras. © Henk Osinga Photography/shutterstock.com
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Darauf machen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE), der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), der Bundesverband der Maschinenringe (BMR), der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam.

Effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor dem Mähen. BAGJE, BLU, BMR, DBV, DJV

Entscheidend ist dabei, die anstehenden Termine für den Grünschnitt – für Heu, Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig dem jeweiligen Jagdpächter mitzuteilen und die Mähweise dem Tierverhalten anzupassen. Die Kommunikation zwischen Bewirtschafter und dem Jagdausübungsberechtigten steht hierbei an erster Stelle! Vor dem eigentlichen Mähtermin haben sich verschiedene Methoden bewährt, um Wildtiere zu schützen: Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden oder das Anbringen von akustischen und visuellen Scheuchen wie Knistertüten oder Flatterbändern sowie akustische Vergrämung am Vorabend der Mahd sind dabei bewährte und kostengünstige Mittel.

Das Absuchen der Fläche mit Helfern und Hunden oder das Aufstellen von „Knistertüten“ stellen günstige und zugleich effektive Methoden dar, um Wildtiere zu schützen.
Das Absuchen der Fläche mit Helfern und Hunden oder das Aufstellen von „Knistertüten“ stellen günstige und zugleich effektive Methoden dar, um Wildtiere zu schützen. © Frauke Muth

Mit modernen Methoden Wildtiere schützen

Bei der Ernte von Frischfutter oder Grassilage im zeitigen Frühjahr sind die Jungtiere allerdings noch ohne Fluchtreflex und bleiben trotz solcher Vergrämungsmaßnahmen häufig in ihren Verstecken liegen. Deshalb ist der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik derzeit eine häufig eingesetzte Methode, um zu verhindern, dass Tiere verletzt oder getötet werden. Darüber hinaus ist diese Technik gut geeignet, Gelege von Bodenbrütern zu erkennen. Weitere Techniken finden zunehmend Eingang in die Praxis, beispielsweise an Schleppern und Mähwerken verbaute Infrarot-Sensortechnik mit Echtzeiterkennung, die ebenfalls ein Mittel der Wahl sein kann.

Auf die richtige Mähtechnik kommt es an

Die Organisationen empfehlen generell, das Grünland möglichst von innen nach außen oder von einer Seite zur anderen zu mähen und verweisen darauf, dass einige Bundesländer bereits gesetzliche Vorgaben dazu aufgesetzt haben. Diese Mähvorgaben ermöglichen Rehen, Feldhasen oder Fasanen, während der Mahd in die anliegenden Feldraine zu flüchten, ohne dabei den Schutz des hohen Grases verlassen zu müssen.

Im Internet gibt es dazu viele weitere Informationen, unter anderem bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL). Überdies erklärt ein in Zusammenarbeit mit den Organisationen erstelltes Video anschaulich, was bei der Mahd zu beachten ist (s. u.). Die Organisationen sehen weiterhin einen hohen Bedarf für Forschungs- und Innovationsförderung zum Schutz von Wildtieren und fordern die Bundesregierung auf, diesem eine hohe Priorität einzuräumen.

Landwirtschaftsministerium fördert Jungwildrettung

Die Organisationen weisen abschließend darauf hin, dass das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auch in diesem Jahr die Jungwildrettung mit seinem Drohnenförderprogramm unterstützt. Für jede angeschaffte Drohne stehen 3.000 Euro Festbetrag zur Verfügung. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden (BLE – Bundesförderprogramm Rehkitzrettung).

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