Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Heidschnuckentag in Müden

Mister Müden 2025 bleibt in der Heide

von Wiebke Mohrmann erschienen am 06.01.2026
Mister Müden 2025 von Maximilian Fischer, bewertet mit 8/8/9. © Wiebke Mohrmann
Artikel teilen:

Der Blauzungen-Seuchenzug hat bundesweit für Ausfälle auch bei den Grauen Gehörnte Heidschnucken gesorgt. Dementsprechend groß war die Nachfrage nach gekörten Böcken auf dem 76. Heidschnuckentag des Verbandes Lüneburger Heidschnuckenzüchter am Traditionsstandort Müden/Örtze am 10. Juli 2025.

Im Vorfeld wurden die Auktionstiere gegen BTV 3 geimpft, die Deckfähigkeit vom Schafgesundheitsdienst festgestellt und die Abstammung mittels Vergleichs der Genprofile der Väter und Söhne bestätigt. So wurden der Körkomission 34 Böcke von 14 Vätern zur Bewertung vorgestellt. Die Gewichte der im Frühjahr 2024 geborenen Jährlingsböcke bewegten sich zwischen 57 und 104 kg, das mittlere Gewicht lag mit 75 kg leicht unter dem Auktionsgewicht vom Vorjahr. Und es zeigte sich, dass nicht der schwerste auch der schönste ist: Mister Müden 2025 aus der Zucht Fischer lag mit 89 kg etwas über dem Durchschnittsgewicht. Er erzielte einen Zuschlagspreis von 2000 Euro.

Sieger und Reservesieger (v.l.): Mister Müden 2025  mit Züchter Maximilian Fischer, Preisrichter Matthias Brockob, Zuchtleiter Klaus Gerdes, Geschäftsführerin Wiebke Mohrmann, Clemens Lippschuss und Josefine Schön vom Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide mit dem Reservesieger.
Sieger und Reservesieger (v.l.): Mister Müden 2025  mit Züchter Maximilian Fischer, Preisrichter Matthias Brockob, Zuchtleiter Klaus Gerdes, Geschäftsführerin Wiebke Mohrmann, Clemens Lippschuss und Josefine Schön vom Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide mit dem Reservesieger. © Wiebke Mohrmann

Nach der Körung prämierten die Preisrichter Mathias Brockob und Klaus Gerdes die in fünf Altersklassen eingeteilten Böcke. Der Siegerbock überzeugte mit absolutem Rassetyp, verschwenderischen Bewegungsabläufen und einem erhabenen Ausdruck. Der Reservesieger ist in der Hüteherde Döhle des Vereins Naturschutzpark geboren. Er unterlag nur um einen Wertnotenpunkt in der äußeren Erscheinung dem Sieger und ging für 1050 Euro nach NRW. Weitere Böcke wurden nach Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg verkauft, und allein sechs Böcke ersteigerte der Verein Schweizer Heidschnuckenhalter, der mit 20 alpinen Schnuckenzüchtern angereist war. Der Spitzenpreis von 2300 Euro erzielte Auktionator Torben Melbaum für einen 1b-Bock des Vereins Naturschutzpark und Sohn des Mister Müden 2022. Der Durchschnittspreis der diesjährigen Auktion lag bei 1328 Euro.

Schnucken in die Schweiz

Der Verein der Schweizer Heidschnuckenhalter hat seine Heidetour mit einem Besuch in der Zucht Harms in Eldingen verbunden und hier noch Jährlingsschnucken ausgesucht, die zusammen mit den ersteigerten Böcken nach achtwöchiger Quarantäne in Eldingen nach Bern exportiert wurden. Die Schweizer Schnuckenhalter kaufen schon zum dritten Mal in der Heide Böcke und sind begeistert von der Anpassungsfähigkeit der Tiere an das Hochgebirge, wobei das Futterangebot in 1000 m Höhe der Vegetation in den norddeutschen Sandheiden ähnelt. Die bewegungsstarken, temperamentvollen Heidschnucken aus der Lüneburger Heide bringen auch in diesen Hanglagen Landschaftspflege- und Fleischleistung.

Nächtliches Aufladen der Exporttiere für die Schweiz.
Nächtliches Aufladen der Exporttiere für die Schweiz. © Wiebke Mohrmann

Jetzt schon vormerken: Der Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter lädt zum nächsten 77. Heidschnuckentag am 9. Juli 2026 ein. Vorgestellt wird dann der 2025er Bockjahrgang.

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren