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Blauzungenkrankheit: Kolostrum geimpfter Mutterschafe schützt die Lämmer

Britische Schafzüchter wollten wissen, wie lange Lämmer von geimpften Mutterschafen nach der Geburt vor einer BTV-8-Infektion geschützt sind.
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Lämmer von zweifach geimpften Mutterschafen sind besser gegen die Blauzungenkrankheit
geschützt.
Lämmer von zweifach geimpften Mutterschafen sind besser gegen die Blauzungenkrankheit geschützt.Dierichs
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Deshalb wandten sie sich an das Institut für Tiergesundheit („Institute for Animal Health“), das in Großbritannien für die Forschung auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten landwirtschaftlicher Nutztiere zuständig ist. 2008 startete ein Versuch, um Umfang und Dauer der Schutzwirkung kolostraler Antikörper zu ermitteln. Als Impfstoff wurde eine inaktivierte BTV-8-Vakzine verwendet. Im ersten Versuchsjahr wurden die Mutterschafe einmal geimpft, im zweiten Jahr erfolgte ca. einen Monat vor der Ablammung eine Booster- Impfung (Auffrischungsimpfung) der tragenden Schafe. Nach dem Ablammen wurde der kolostrale Antikörpertiter bestimmt. Dabei konnte im Kolostrum der Mutterschafe, die in zwei aufeinander folgenden Jahren geimpft worden waren, ein signifikant höherer Titer nachgewiesen werden als bei den einmal geimpften Schafen. Nach einer BTV-8-Testinfektion (sog. Challenge-Test = Belastungstest) zeigten die Lämmer zweimal geimpfter Mutterschafe bis zu einem Alter von mindestens 14 Wochen keine klinischen Symptome der Blauzungenerkrankung. Diese Immunität wird auf den hohen Antikörpergehalt der Kolostralmilch zurückgeführt. Die im ersten Jahr des Impfprogramms geborenen Lämmer, also die Nachzucht einmal geimpften Mutterschafe, wurden keiner Testinfektion unterzogen. Diese Lämmer konnten nur eine deutlich geringere Menge an Antikörpern über das Kolostrum aufnehmen und sind daher wahrscheinlich für einen vergleichsweise kürzeren Zeitraum gegen eine BTV-8- Infektion geschützt. (Aus: „Pâtre“, Mai 2010, Nr. 574) Übersetzung/Überarbeitung: Dr. Angelika Scharnhölz
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