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TV-Tipps

Unsere TV-Tipps rund um die Themen Schafe und Ziegen, Natur und Wölfe, Essen und andere Länder aktualisieren wir für Sie regelmäßig. Kurzfristige Programmänderungen sind möglich. Einige Sender sind kostenpflichtig.

Freitag, 10. April | NDR | 14.30 Uhr: Die Nordreportage: Zwischen Flaschenlamm und Youtube

Es weht ein frischer Wind in der traditionsreichen Deichschäferei Kolmannskuppe in Nordfriesland: Henning Hecker hat den Hof seines Vaters Wilhelm übernommen und betreibt ihn nun in der vierten Generation.

Der Nachwuchsschäfer hat Agrarwirtschaft studiert und modernisiert den Betrieb mit 1200 Schafen. Als eine der ersten Deichschäfereien führt er ein technisches Datenerfassungssystem ein, um effizienter mit den Tieren zu arbeiten. Außerdem will er Menschen wieder für Lammfleisch begeistern und ihnen Einblicke in seine Arbeit verschaffen. Deswegen betreibt er sogar seinen eigenen YouTube-Kanal Hof Kolmannskuppe. Deichvlog mit knapp 2000 Abonnenten.

Im Frühjahr ist Lammzeit: Wenn von März bis Mai der Nachwuchs kommt, muss die ganze Familie mit anpacken. Bei über 1600 Geburten teilen sich Henning und sein Vater Wilhelm den Tag in schweißtreibende Zwölf-Stunden-Schichten auf. Einer muss immer die Geburten kontrollieren und auch mal Hand anlegen, wenn eine Geburt nicht nach Plan verläuft. In den Einzelboxen macht der Nachwuchs seine ersten Gehversuche. Femke Andresen, Hennings Lebensgefährtin und ehemalige Lammkönigin Nordfrieslands, kümmert sich um die zwei Sprösslinge der eigenen Familie.

Der junge Schäfer hat Angst vor dem Wolf, der schon in Dithmarschen angekommen ist. Viel größer ist jedoch die Konkurrenz aus der Luft: Gänse sind die größte Herausforderung für Henning Hecker. Sie kommen in Schwärmen, fressen den besten Aufwuchs weg und bereiten Ackerbauern an der ganzen Nordseeküste Probleme.

Im März beginnt die Deichzeit für die Schafe. Henning Hecker bringt die Herde vom Stall zum grünen Deich und ins Vorland an der Nordsee. Dort grasen sie bis November und halten die Deiche instand. Deichschäferei ist unerlässlich für den Küstenschutz Norddeutschlands, die Schafe halten die Grasnarbe kurz und treten den Boden fest.

Im November kommen die Tiere ins schleswig-holsteinische Binnenland auf die Flächen von konventionellen Milchviehbetrieben für die Nachweide. Im Spagat zwischen Tradition und Innovation genießt der Schäfer die Zeit mit seiner Familie und tüftelt schon an weiteren Plänen für die Zukunft. Ein Hofladen soll dazukommen.

Samstag, 11. April | hr | 18.45 Uhr: Raus aufs Land – Der Süden (1)

NDW-Sänger kauft Dorfhotel: Markus will Spaß – diesmal auf’m Land. Alina will mit ihrem Freund Pascal in das geerbte Haus ihres Großvaters in einem Dorf bei Stuttgart ziehen. Davor muss das Haus aber noch von Grund auf renoviert werden – neben ihren Vollzeitjobs. Das stellt ihre noch frische Beziehung auf eine harte Probe. Besonders für Pascal ist der Umzug aus Stuttgart raus aufs Land eine riesige Umstellung. Kommt er mit dem Dorfleben klar? Dazu gehört auch der örtliche Narrenverein, in dem Freundin Alina mittanzt – und Pascal demnächst vielleicht auch.

Andreas und Bernd hatten gutbezahlte Jobs in Zürich. Und haben jetzt ein paar Hühner, Schafe und zwei eigensinnige Hundewelpen auf einem ehemaligen Bauernhof mitten im Schwarzwald. Der Neustart auf dem Land war zwar ihr Traum, aber ganz so einfach wie sie sich das Leben in der Natur vorgestellt haben, ist es dann doch nicht. Zum Glück gibt es hilfsbereite Nachbarn, die den Ex-Städtern unter die Arme greifen.

Samstag, 11. April | Bayerisches Fernsehen | 23.15 Uhr: Tatort: Wolf im Schafspelz (Kriminalfilm, Deutschland 2002)

Karl Stadler züchtet seit Jahrzehnten Schafe auf einem idyllisch gelegenen Hof am Stadtrand von München. Nun steht er kurz davor, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen und den Hof zu erwerben. Und weil sein Sohn Maximilian kein Interesse zeigt, will Stadler seinen ehrgeizigen Angestellten Jost Schulze als zukünftigen Pächter einsetzen. Dann wird Schulze tot aufgefunden. Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) ermitteln ...

Auf dem Stadlerhof am nördlichen Stadtrand von München ist Schlachttag. Die Türken feiern das alljährliche Opferfest Kurban Bayram und haben sich eingefunden, um Schafe auszusuchen. Jost Schulze, der Schäfermeister, unterstellt dem türkischen Gutsmechaniker Recep Ergin, heimlich zu schächten.

Doch der Gutsbesitzer Karl Stadler will nichts davon wissen. Er vertraut seinen Leuten und hält nichts von solchen Anfeindungen. Am nächsten Morgen wird Jost Schulze im Wohnwagen des Schäfers auf der Panzerwiese erstochen aufgefunden. Zur frühen Morgenstunde müssen Ivo Batic und ein missgelaunter Franz Leitmayr auf der Münchner Panzerwiese nicht nur den Toten, sondern auch noch einen abgetrennten Schafskopf begutachten.

Sonntag, 12. April | SWR | 15.30 Uhr: Geschichten vom Hof: Manager lernen von Schafen

Spannende Episoden von der Landwirtschaft im Südwesten. Auf dem Butzelhof im Westerwald bei Schäferin Tina Haus sind Manager zu Besuch. Auf dem Biohof von Familie Bentele in Tettnang müssen erntereife Äpfel gepflückt werden. Auf dem Bärenbrunnerhof in der Südwestpfalz werden Pflanzen, Blumen und Kräuter auf der Wiese gezählt. Je größer die Artenvielfalt, umso wertvoller sind die Ökoflächen.

Montag, 13. April | 3sat | 14.50 Uhr: Von Südtirol an den Gardasee

Im Frühsommer blühen in Südtirol die Wiesen vor grandioser Bergkulisse. Hirten treiben ihre Schafe auf die Almen. Die jahrhundertalte Tradition der Wanderweidewirtschaft ist dort noch lebendig.

Dienstag, 14. April | 3sat | 4.15 Uhr: unterwegs – Australien: Weite, Bumerangs und Schafe

In der Flinderskette besucht die Moderatorin eine traditionelle Schaf- und Rinderfarm, auf der rund 10.000 Schafe und bis zu 3.000 Rinder gehalten werden können. Zum Abschluss der Reise besucht sie Kangaroo Island, wo die Chance, Kängurus – oder gar Koalas – in freier Wildbahn beobachten zu können, so groß ist wie sonst nirgendwo in Australien.

Freitag, 17. April | SWR | 5.30 Uhr: Zurück in die Steinzeit: Hauptsache satt

„Essen, essen, essen, es geht um nichts anderes“, stellt Mutter Britta nach Beginn des Steinzeitexperiments fest. Die Sippe ist hungrig. Wald, Feld und See ersetzen acht Wochen lang Einkaufsladen und Kühlschrank. Die Nahrungssuche ist schwierig.

Ein Grillfest bringt Abwechslung auf den Speisezettel. Denn die Sippe besitzt wie die Menschen der Frühsteinzeit Kühe, Ziegen und Schafe, die Kleidung, Milch und Fleisch liefern. Doch vor dem Grillen kommt das Schlachten. Keine leichte Aufgabe für die moderne Steinzeitsippe. Abends am Feuer sind die Schwierigkeiten vergessen, endlich werden alle satt.

Freitag, 17. April | 3sat | 13.50 Uhr: Leben an der Nordsee (1/6): Schottland und die Orkneys

Auf North Ronaldsay, der nordöstlichsten der Orkney-Inseln, leben nur gut 70 Menschen und über 4.000 Schafe. Die North-Ronaldsay-Schafe sind sehr genügsam und ernähren sich hauptsächlich von Seetang.

Samstag, 18. April | 3sat | 5.30 Uhr: Leben an der Nordsee: Deutschlands wilde Küste

Weiße Sandstrände, wilde Stürme, das weite Wattenmeer – die deutsche Nordsee und ihre Küste sind aufregend und beruhigend zugleich wie kaum eine andere Region Deutschlands. Es gibt zahlreiche Deiche und Moore, Schafe und Rinder – und traditionelle Krabbenkutter. Diese Folge von "Leben an der Nordsee" führt an "Deutschlands wilde Küste", vom kleinen Hafen Dornum zur Seehundstation in Norddeich.
Im Streaming: 18. April 2026, 10.00 Uhr bis 19. Mai 2026

Samstag, 18. April | NDR | 13.15 Uhr: Schottland im Atlantik – Die Highland-Insel Skye

Die Isle of Skye trägt viele mystische Namen: Nebelinsel, geflügelte Insel, Wolkeninsel. Wenn sich der Himmel öffnet, zeigt sich eine Landschaft von wilder Schönheit: schroffe Klippen, zerklüftete Berge und grüne Weiten, die bis ans Meer reichen. Es sind die Ausläufer der Highlands im Atlantik. Dementsprechend schottisch sind die See, das Wetter und der Alltag auf Skye.

Am äußersten Zipfel der Insel, dort, wo die Klippen ins Meer abbrechen, treibt Crofter Alan Duncan seine Schafe zusammen. Die Schur steht an und dafür müssen die Tiere von den abgelegenen Weiden auf der Halbinsel Rubha Hunish, dem nördlichsten Punkt der Insel Skye, zurück nach oben. Alan, 75 Jahre alt, kämpft sich eine rund 30 Meter steile Felskante hinunter – ständig bedroht von Steinschlag. Unten sammelt er zwischen Geröll und Atlantik die Herde ein. Dann müssen die Schafe die Klippen hinaufgetrieben werden.

Alans neun Border Collies, von der genetischen Anlage her eigentlich perfekte Hütehunde, sind aber eher Gefährten als verlässliche Arbeitstiere. Also muss Alan selbst ran, Schritt für Schritt im rutschigen Hang – ein riskanter Kraftakt. Zur Stärkung gibt’s einen kräftigen Schluck Whisky.

Sonntag, 19. April | 3sat | 6.15 Uhr: Sylt – Deutschlands edles Nordlicht

Landwirt John-Ricklef Petersen hat nicht nur seine Rinder ständig im Blick, sondern vor allem auch seine ebenso vielen Salzwiesen-Schafe, 250 wollige Ureinwohner von Sylt. Sie weiden bis in den November hinein auf den Salzwiesen an der Ostseite der Insel und bestimmen den Jahresrhythmus der Familie. Alles ist fast auf den Tag genau getaktet, damit rechtzeitig zu Ostern etwa 400 Lämmer das Licht der Welt erblicken.

Sonntag, 19. April | SWR | 20.15 Uhr: Wildes Deutschland: Die Schwäbische Alb

Im Herzen Baden-Württembergs liegt eines der artenreichsten Mittelgebirge Deutschlands: die Schwäbische Alb. Der Eichelhäher nimmt die Zuschauer mit in die Wacholderheide, Markenzeichen der Schwäbischen Alb. Dieser einzigartige Lebensraum entstand durch Wanderschäferei. Schafe fressen keine stacheligen, giftigen und bitteren Pflanzen. Silberdisteln, Frühlingsenziane, Küchenschellen und seltene Orchideen wie Hundswurz, Bocksriemenzunge oder Hummelragwurz konnten gedeihen. Doch die Wacholderheiden drohen zu verschwinden. Viele Schafe gibt es dort nicht mehr.

Sonntag, 19. April | ZDF | 20.15 Uhr: Herzkino: Neuer Wind im Alten Land – Der Wolf

Ein Wolf taucht im Alten Land auf und spaltet die Bevölkerung in zwei Lager. Die einen würden ihn am liebsten sofort erschießen. Die anderen verteidigen ihn.

Auch Wölfe haben ein Recht auf Leben. Beke versteht beide Seiten und versucht in ihren Berichten in der Altländer Zeitung beiden gerecht zu werden.

Der Wolf ist ein Tier, das polarisiert. Allein sein bloßes Auftauchen im Alten Land spaltet dessen Bewohner in zwei Lager. Die einen würden ihn am liebsten sofort erschießen, die anderen nehmen es als positives Zeichen dafür, dass sich die Balance zwischen Natur und Zivilisation wiederherstellt. Beke versteht beide Seiten und versucht in ihren Berichten in der Altländer Zeitung beiden gerecht zu werden.

Das geht ihrer Mutter gegen den Strich. Sie hat sich dem Tierschutz verschrieben und unterstützt jede Aktion, auch wenn die nicht immer legal ist. Gerd erkennt seine Frau nicht wieder: Man lebt hier doch von der Landwirtschaft? Da muss man alles tun, um die Bauern und ihren Besitz zu schützen. Auch die Schäferin, die mit ihren Tieren die Deiche pflegt, wünscht sich nichts sehnlicher, vor allem, nachdem ein Tier ihrer Herde gerissen wird.

Bevor sich die Fronten verhärten können, verschwindet der Auslöser der Streitigkeiten. Die Wölfin wird überfahren. Beke nimmt das zum Anlass, den Jorken mit ihrem Artikel ins Gewissen zu reden.
Vier Folgen "Neuer Wind im Alten Land" werden sonntags um 20.15 Uhr gesendet.

Dienstag, 21. April | 3sat | 17.05 Uhr: unterwegs – Australien

Weite, Bumerangs und Kängurus. In der Flinderskette besucht die Moderatorin Nicole Berchtold eine traditionelle Schaf- und Rinderfarm, auf der rund 10.000 Schafe und bis zu 3.000 Rinder gehalten werden können. Zum Abschluss der Reise besucht sie Kangaroo Island, wo die Chance, Kängurus – oder gar Koalas – in freier Wildbahn beobachten zu können, so groß ist wie sonst nirgendwo in Australien.

Dienstag, 21. April | arte | 17.50 Uhr: Unbekanntes Spanien – Von Cáceres nach Toledo

Im Südwesten Spaniens begleitet diese Folge Hirten, die ihre Schafe im Frühjahr über hunderte Kilometer in die Berge treiben, Künstler, die Geschichte und Identität auf Hauswänden neu sichtbar machen, eine Textilkünstlerin, die aus bunten Fäden eine Dorfgemeinschaft knüpft, und die berühmten schwarzen Schweine der Dehesa, die für eine einzigartige Kulturlandschaft stehen.

Die Sendung ist auch online verfügbar, vom 21. April bis 18. Oktober 2026 auf arte.tv.

Freitag, 24. April | ARD-alpha | 7.30 Uhr: Willi wills wissen – Wer darf auf dem Rasen grasen?

Da stehen ja lauter Rasenmäher auf der Weide! Nein, keine echten Rasenmäher, sondern Schafe. Heute ist Willi nämlich in Hammelburg und will von Schäfer Bonifaz wissen, was es mit der Wanderschäferei auf sich hat. Bonifaz’ Herde ist riesig, 800 Tiere! Wenn sie eine Weide abgegrast haben, ziehen sie zur nächsten weiter und folgen dabei Bonifaz’ Pfiffen.

Die Altdeutschen Schäferhunde Asta und Bora passen auf, dass die Tiere nicht auf fremde Äcker oder Felder gehen. Mit Bonifaz’ Söhnen, die auch Schäfer geworden sind, schneidet Willi einem Tier die Klauen. Und mit Tochter Carina füttert er zwei Lämmchen mit der Flasche. Die sind soooo süß! Gegen Abend bauen sie gemeinsam einen Elektrozaun auf, in dem die Herde über Nacht bleibt. Die Schäfer selbst schlafen zuhause.
Tags drauf ist Willi zu Gast bei Schäferin Barka, in der Nähe von Starnberg. Barka ist Koppelschäferin, das heißt, ihre Tiere weiden eingezäunt und müssen nicht ständig gehütet werden. Hunde braucht Barka trotzdem. Mit deren Hilfe treibt sie die Schafe auf eine frische Weide. Ihre Border Collies können ungefähr dreißig verschiedene Befehle wie "rechts, links, langsamer, stopp!" verstehen und ausführen. Willi staunt nicht schlecht, als ein Hund eine kleine Gruppe Schafe von weit hinten im Wald zu ihnen hin treibt. 

Und dann geht’s zur Schafschur! Als nächstes ist Bock Max dran. Schäfermeister Rudi zeigt Willi, wie das geht. Eines ist sicher: Ein bisschen Mut gehört jedenfalls auch dazu. So ein Schafsbock ist fast so groß wie Willi, wiegt aber viel mehr: 150 kg! Mäh! Und dann erfährt Willi noch, dass Schäfer ihre Tiere nicht zum Spaß, sondern zum Geldverdienen halten: Diejenigen Lämmer, die nicht zur Zucht ausgewählt wurden, werden – traurig, aber wahr – zum Schlachten verkauft …

Samstag, 25. April | arte | 7.40 Uhr: 360° Reportage – Pyrenäen: Auge in Auge mit dem Bären

Der Bär ist in den Wäldern der Pyrenäen zurück. Engagierte Bärenschützer und Wissenschaftler aber auch kritische Anwohner und besorgte Nutztierhalter ringen um Verständnis für ihre jeweilige Position. Geht es doch darum, den gewohnten Lebensraum der Menschen an die Existenz der kraftstrotzenden Beutegreifer anzupassen.
In den hochgelegenen und weitgehend unberührten Tälern der Ariège und der Haute-Garonne fühlt er sich wohl: der Braunbär. Seit seiner Wiederansiedlung durch den Staat vor dreißig Jahren ist seine Population von zehn auf rund 100 Tiere angewachsen. Der Wildbiologe Jean-Jacques Camara hat sein Leben dem Schutz der Pyrenäen-Bären gewidmet. Nachdem die Tiere fast ausgerottet waren, beteiligte sich der Wissenschaftler an der Wiederansiedlung des slowenischen Braunbären, einer eng verwandten Art.

„Was die Menschen hier bewegt, ist beispielsweise die Politik rund um den Schutz der Bären, weil ihnen das oft übertrieben erscheint und sie es als eine Art Enteignung ihres Territoriums empfinden. Ich glaube, dass der Mensch den Bären irgendwie braucht, weil er doch ein unvergleichlicher Reichtum ist. Auch glaube ich, dass die Menschen von Wildtieren, aber vor allem von Bären träumen. Sie sind also auch ein Symbol, und für die Bewohner der Pyrenäen sind sie Teil ihrer Identität“, sagt Camara.

Für die Schäferinnen und Schäfer stellt sich die Koexistenz schwierig dar: Die Monate auf den Hochweiden sind geprägt von Sorge und Angst, Tiere durch Angriffe zu verlieren. Der Staat zahlt für Schutzmaßnahmen, etwa elektrische Zäune. einen zusätzlichen Hirten, der die Herde zu bewachen hilft, für provisorische Hütten, für die ausgebildeten Schutzhunde und auch harmlosere Abwehrmaßnahmen. All das ändert jedoch wenig am Gefühl der Nutztierhalterinnen und -halter, sich nicht nachhaltig gegen ein per Gesetz geschütztes Raubtier wehren zu können.

Die Sendung ist auch online verfügbar, vom 18. April bis 24. Juli 2026 auf arte.tv.

Montag, 27. April | 3sat | 10.20 Uhr: Karpaten – Leben in Draculas Wäldern

Kurt Mayers Karpaten-Film ist ein Zeitdokument einer sich rasch verändernden Welt. Sieben Reisen und ein ganzes Jahr waren notwendig, um den Menschen in Draculas Wäldern nahe zu kommen. Mit 1.500 Kilometern sind die Karpaten der längste Gebirgszug Europas. Durch ihre wechselvolle Geschichte und nicht zuletzt durch den Eisernen Vorhang blieben weite Teile lange unbereist. Kurt Mayer folgt den Wegen des Wanderhirten Vasiles. 

Vasiles Jahresweg nimmt seinen Ausgang im Frühjahr mit dem Aufbruch der Herden. Einen eingeschworenen Begleiter hat er schon: Hajduk, sein junger Hirtenhund, lernt gerade, sich gegen die Gefahren des Waldes zu bewähren. Vasile genießt das unstete Leben in der Natur. Dabei begegnet er immer wieder dem ursprünglichen dörflichen Leben. Der hufeisenförmige Karpatenzug birgt so manche abergläubische Vorstellung – das schreibt schon Bram Stoker, der Begründer des Dracula-Mythos.

Vasile ist neugierig und will mehr von den alten Bräuchen erfahren. Zugleich ist er auf Brautschau. Am Pfingstsonntag hat der junge Schäfer aus den Waldkarpaten endlich Erfolg. Die schöne Delia, ein Mädchen aus der Stadt, hat sich in ihn verliebt. Delia ist eine von ganz wenigen jungen Mädchen, die heute den Weg zurück ins Dorf wagen wollen. Eine Wahrsagerin bestätigt ihr: Ein „Cioban“ – ein Hirte – wird ihr Glück bedeuten.
Am Weg von Weideplatz zu Weideplatz durchquert Vasile auf uralten Pfaden Schluchten und Wälder. Im Dunstkreis des echten Grafen Vlad Dracul stößt er auf verborgene Schätze. Denn wie jede Legende birgt auch diese - in mehr als 200 Filmen verewigte - Geschichte vom "untoten" Vampir ein Körnchen Wahrheit, selbst wenn sie aus dem fernen England stammt und ihr Autor diese Gegend nie selbst bereist hat.

Die Angst vor der Wiederkehr der Verstorbenen bestimmt die Gedankenwelt der Bewohner der Waldkarpaten und Transsilvaniens bis heute. Noch immer beschäftigen Vorkehrungen gegen die Wiederkehr die Fantasie. Erst seit Anfang der 1950er-Jahre schützt ein Gesetz die Ruhe der Toten.

Der Hirtenhund Hajduk, Vasiles treuer Begleiter, hat viel zu lernen in diesem Jahr. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe. Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist dort Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt.

Der harte Winter hat schließlich einen romantischen Ausklang: Bunt geschmückte Reiter galoppieren durchs Dorf. Es schließt sich der Kreis. Vasile, der Schäfer aus Budesti, bekommt seine Delia, das Mädchen aus der Stadt. Der Hochzeitsschlitten entführt sie in die Weite der Schneelandschaft.

Montag, 27. April | WDR | 20.15 Uhr: Land & lecker

Vor 19 Jahren haben Gisela Elfinger und Ehemann Hans ihr Leben komplett umgekrempelt, im oberbayerischen Reichling einen alten Hof gekauft, selbst renoviert und mit der Zucht von Walliser Schwarznasenschafen begonnen. „Wir sind komplette Quereinsteiger. Ich bin gelernte Krankenschwester und mein Mann war bei der Kripo." Inzwischen steht der Hof auf mehreren Standbeinen: Neben 27 Schafen und deren Nachzucht leben hier auch Enten, Hühner und Bienen. Besonders am Herzen liegt der 50-Jährigen die "Soziale Landwirtschaft": Regelmäßig kommen Alzheimerpatienten auf den Biohof und das Ehepaar betreut immer wieder Pflegekinder. Bei den Schafen achten die beiden auf eine möglichst komplette Verwertung.

Außer dem Fleisch und den Fellen wird auch die Wolle genutzt: Gisela spinnt Produkte, die sie im eigenen Hofladen verkauft. Auch im Menü wird sie ihren kulinarischen Schatz von den eigenen Tieren servieren: Als Gruß aus der Küche gibt es Lammbratwürste mit Zwetschgen-Chutney und Schafskäsedip auf Dinkelbaguette. Hauptspeise ist ein Ragout aus Lammherzen mit Ofengemüse und Kartoffelpüree. Zum Nachtisch freuen sich die Gäste auf Palatschinken, gefüllt mit karamellisierten Äpfeln, mit Birnen-Mascarpone-Minzcreme.

Mittwoch, 29. April | 3sat | 14.50 Uhr: Irischer Kompass – Einsamer Norden

In Antrim, auf gewaltigem, weitem Grün, wird schon seit den ersten Siedlern Schafzucht betrieben. Es ist die am dichtesten mit Schafen besiedelte Region in Europa, die Schafzucht ein traditionelles Handwerk bis heute. Ebenso wie die Fischerei zur See oder die Instandhaltung einer 100 Jahre alten Schutzmauer oben in den höchsten Bergen Nordirlands

Donnerstag, 30. April | NDR | 21.00 Uhr: Die Albanischen Alpen – In den verwunschenen Bergen

Die Albanischen Alpen liegen mitten in Europa und blieben doch für lange Zeit schwer zugänglich und fremd. Langsam öffnet sich der Norden des Landes für Besucher und die Einheimischen begegnen ihnen ausgesprochen freundlich. Das eigene Haus gehört zuallererst Gott und danach dem Gast. So atemberaubend schön die Natur hier ist, so hart ist auch der Alltag seiner Bewohner.

Einen halben Tagesmarsch dauert der Aufstieg mit Packpferden in das Sommerlager der Schäferin Laqe und ihrer Familie auf einer Hochebene in den Bergen nördlich des kleinen Dorfes Lepushe. Jedes Jahr wandert die Familie mit ihrer Schafherde hier hinauf und bleibt, bis der erste Schnee fällt. Das Weideland weit oben in den Bergen empfindet Laqe wie das Paradies: "Mein halbes Leben hab’ ich hier verbracht. Und ich bete zu Gott, dass ich hier sterben darf", so die Schäferin. Laqe sagt, sie sei wohl Mitte 60, so genau wisse sie das nicht. So liegt inzwischen alle schwere Arbeit auf den Schultern ihrer Schwiegertochter Marjana, die sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang um die Tiere und die Familie kümmert. Denn wer in diesen Bergen leben will, muss darum kämpfen.

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.