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Blauzungenkrankheit | Stand 11. Juni 2024

Boehringer bringt Impfstoff gegen BTV-3 auf den Markt

Boehringer Ingelheim erweitert sein Impfstoffportfolio um einen inaktivierten Impfstoff für Schafe und Rinder zur Bekämpfung des Blauzungenvirus (BTV). Es ist der erste Impfstoff gegen BTV-3, der die Mortalität und klinische Symptome verhindert.

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Leitenberger Photography/shutterstock.com
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Darüber hinaus reduziert er die Viruszirkulation im Blut der Tiere und somit das Risiko einer weiteren Übertragung der Krankheit. Boehringer Ingelheim hat zusammen mit Bioveta, einem Hersteller von Veterinärprodukten mit besonderem Fokus auf Impfstoffe, diesen hochwirksamen Impfstoff innerhalb von sieben Monaten entwickelt. 

29 verschiedene Serotypen des Virus

Ab sofort wird der Impfstoff in Deutschland verfügbar sein, dessen Anwendung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) genehmigt wurde. Die Grundimmunisierung erfordert bei Schafen eine und bei Rindern zwei Injektionen im Abstand von drei Wochen.

Das Blauzungenvirus, das von winzigen Insekten namens Gnitzen (Culicoides) übertragen wird, stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Die Krankheit zeigt einen stark saisonalen Verlauf, mit geringem Auftreten im Winter und Frühjahr sowie zunehmendem Auftreten im Sommer und Herbst.

Es existieren 29 verschiedene Serotypen des Blauzungenvirus, die Wiederkäuer wie Rinder und Schafe infizieren. Besonders besorgniserregend ist der neu aufgetretene Serotyp 3, der sich derzeit in Europa ausbreitet. Bei Schafen verursacht er schwere Erkrankungen und führt laut Berichten in Schafbetrieben zu einer wöchentlichen Sterblichkeitsrate von etwa 2,5 %.  

Rinder sind ebenfalls betroffen. Der jüngste BTV-3-Ausbruch führte neben klinischen Symptomen vor allem zu Fortpflanzungsstörungen und erheblichen Milchverlusten in betroffenen Milchviehbetrieben. Neben den gesundheitlichen Folgen für die Tiere kann das Blauzungenvirus auch erhebliche wirtschaftliche Verluste für Tierhalter verursachen und hat Auswirkungen auf den internationalen Handel.

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