Neue Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer Nord-Ost Heide
Der Landbevölkerung eine Stimme geben - das möchte die neu gegründete Bürgerinitiative (BI) für wolfsfreie Dörfer Nord-Ost Heide um Sprecher Günther Winkelmann.
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Mit großer Sorge sehen die Menschen im ländlichen Raum die Entwicklung des Wolfsbestandes. „Soweit wir die Vorfälle beobachtet haben, sind alle Maßnahmen zum Schutz der Schafe überwunden worden. Die Schäfer haben einiges auf die Beine gestellt, aber Wölfe sind eben schlauer. Sogar am Tage sehen die Menschen hier Wölfe herumlaufen. Die Fluchtdistanz dieser Tiere ist viel zu gering, das muss sich ändern. Wir wollen die Wölfe nicht ausrotten, aber wir leben in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft und da haben große Beutegreifer nur begrenzt Platz“, so BI-Sprecher Günther Winkelmann.
Die Idee, eine BI zu gründen, ist nach vielen Gesprächen mit besorgten Bürgern und Tierhaltern entstanden. Eltern haben Sorge um ihre Kinder, die eigentlich frei in Feld und Flur spielen wollen. Man hat Angst vor Nahbegegnungen, dass einzelne Tiere keine Scheu zeigen, wird in diversen Videos belegt. Die Lebensqualität auf dem Lande ist durch die große Anzahl von diesen Raubtieren bedroht und nicht Wölfe in ihrer Anzahl.
BI leistet Aufklärung
Die BI, entstanden im Landkreis Uelzen, hat das Ziel, im weiteren Verlauf auch die umliegenden Landkreise mit einzubeziehen. Außerdem ist geplant, mit den vier weiteren Bürgerinitiativen für wolfsfreie Dörfer in anderen Regionen Niedersachsens, wie z.B. der Bürgerinitiative für den Raum Celle um Sprecherin und Initiatorin Anne Friesenborg, zusammenzuarbeiten. Die Kernaufgabe der Bürgerinitiative soll es sein, der Landbevölkerung zum Thema Wolf eine Stimme zu geben, was zum einen die Aufklärung der Bevölkerung, zum anderen aber auch das Widerspiegeln des Geschehens auf dem Land gegenüber der Politik, umfasst.
Außerdem bietet die Bürgerinitiative Unterstützung für alle betroffenen Tierhalter – vom Hobbyhalter mit drei Schafen bis zum Rinderhalter im Vollerwerb. Insbesondere bei aktuellen Rissen kann der Tierhalter sich an die Bürgerinitiative wenden, um vor Ort Hilfe zu erfahren. Da in der Vergangenheit festgestellt wurde, dass betroffene Tierhalter nach einem Übergriff durch Wölfe auf ihre Tiere in der Situation teilweise überfordert sind, möchte die BI es ermöglichen, den Betroffenen durch erfahrene Helfer Beistand zu bieten und ihre Erfahrungen auszutauschen.
Info-Veranstaltung geplant
Nach dem Ende der Beschränkungen durch die Corona-Krise wird die Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer Nord-Ost Heide zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen. Für alle Interessierten besteht schon jetzt die Möglichkeit weitere Infos zu bekommen unter:
E-Mail: wolfsfreiedoerfer-NOHeide@web.de
Internet: www.erste-wolfsfreie-doerfer.de
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