Schäfer finden bundesweit Gehör vor den Landtagen
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In den Gesprächen mit den Politikerinnen und Politikern aller Parteien machten die Schäfer heute noch einmal deutlich, wie wichtig ihre Leistungen für den Naturschutz und ihre gesellschaftliche Bedeutung sind. Vor den Landtagen aller zwölf großen Bundesländer überreichten sie die Petition von Sven de Vries, die bisher von über 120000 Menschen unterschrieben wurde.
"Wir brauchen eine Weidetierprämie!", fordern die Schäfer, "um unserem Beruf wieder eine Zukunftsperspektive zu geben". Diese Prämie - die übrigens in 22 anderen EU-Ländern gezahlt wird - wäre eine Entlohnung der Schäfer für ihre gesellschaftlichen Leistungen. "Wir benötigen dringend eine wirtschaftliche Perspektive", betonen die Schäfer, "um uns und unseren Jungschäfern ein sicheres Einkommen aus der Schäferei zu sichern!" Die Schäfer befürchtenden Untergang ihres Berufes, denn weit über die Hälfte der Betriebe hat keine Nachfolgeregelung.
Die Bundesregierung kann die Weidetierprämie ab 2019 einführen. Es genügt eine Mitteilung an die Europäische Kommission bis zum 1. August 2018. Eine Entscheidung dazu könnte bereits auf der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern fallen, die vom 25. bis 27. April 2018 in Münster statt findet.
Vor diesem Hintergrund war es wichtig, nach der großen Demonstration der Schäfer Mitte März in Berlin, sich mit den Aktionen vor den Landtagen heute noch einmal ins politische Gespräch zu bringen.
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