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Herdenschutz

Flasbarth schätzt Gefahr von Wolfsschäden als „sehr gering“ ein

Wolfschäden und die Entschädigung dafür beschäftigen weiterhin die Interessensverbände in Deutschland. Staatssekretär Jochen Flasbarth vom Bundesumweltministerium schätzt die Gefahr durch den Wolf als nach wie vor „sehr gering“ ein. Deiche und Almen könnten aber möglicherweise durch Abschüsse frei von Wolfsrudeln gehalten werden, so Flasbarth weiter in einem Gespräch mit der Tageszeitung „taz“.
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Laut Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums vom 16. Juni wurden in diesem Jahr bislang nachweislich 72 Weidetiere in dem Bundesland vom Wolf gerissen. Im Jahr 2016 seien es insgesamt 178 Tiere gewesen, im Jahr davor 165. Das Ministerium in Hannover betonte, das alle Nutztierhalter, deren Nutztiere gemäß der amtlichen Feststellung „eindeutig oder mit hoher Wahrscheinlichkeit“ von einem Wolf gerissen worden seien, einen finanziellen Ausgleich vom Land nach entsprechendem Antrag erhalten hätten. Seit 2013 sei für insgesamt 276 Weidetiere ein Ausgleich von jeweils 100% gezahlt worden. Die Summe der Entschädigungskosten belaufe sich insgesamt auf 76450 Euro.

Unterdessen wurde in Hessen, im Landkreis Gießen eine Wolfssichtung bestätigt. Das Landwirtschaftsministerium in Wiesbaden betonte, dass Schäden durch Wölfe - etwa an Schafen - in Hessen bisher noch nicht verzeichnet worden seien. Es gebe im Land auch keine Hinweise auf ortsansässige Wölfe oder gar Rudel. Weidetierhalter sollten jedoch grundsätzlich auch mit Wölfen rechnen und ihre Tiere sowie die Weidezäune regelmäßig, mindestens täglich kontrollieren.

Derweil nahm der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Anstoß an einer Veranstaltung der Lüneburger Grünen zur Wolfsproblematik. Er kritisierte speziell die Besetzung einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Der Wolf in Niedersachsen - wie weiter?“ in der vergangenen Woche. Dabei habe lediglich ein Vertreter des Landesschafzuchtverbandes, gleich fünf Vertretern von Grünen, Naturschutzbund (NABU) und Umweltministerium gegenüber gesessen. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern kündigte für diese Woche ein erstes Wolf-Mahnfeuer im Nordosten an.

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