Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.

Herdenschutz: VDL unterstützt die niedersächsischen Forderungen

Mit der Übermittlung der VDL-Stellungnahme „Herdenschutz“ an Umweltminister Stefan Wenzel unterstützt der VDL-Vorsitzende Jürgen Lückhoff die Landesschafzuchtverbände in Niedersachsen beim Kampf gegen die Bedrohung durch die rasante Zunahme der Wölfe.

Veröffentlicht am
/ Artikel kommentieren
Vorbildlicher Herdenschutz hält die Goldenstedter Wölfin nicht ab!
Vorbildlicher Herdenschutz hält die Goldenstedter Wölfin nicht ab!Ostmann
Artikel teilen:

Der VDL-Vorsitzende: „Unnötige Belastungen durch die Gefahren im Zusammenhang mit den Wölfen sowohl für die Weidetiere als auch für die Tierhalter dürfen durch einen überzogenen Wolfsschutz keinesfalls in Kauf zu genommen werden!“ Er schreibt u.a

… „Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände sieht die Gesamtheit des Artenschutzes und bezieht hierin selbstverständlich auch den Wolf ein. Es gibt viele Bestrebungen, die notwendigen Strukturen für ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander zu schaffen. Hier muss mit wesentlich mehr Effizienz theoretisch Erkanntes in die Tat umgesetzt werden; die Bereitschaft der Verbände hierzu ist vorhanden. Wo allerdings Situationen aus dem Ruder laufen, ist die Akzeptanz in der Fläche gefährdet. Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die „Goldenstedter Fähe“, möchten wir Ihnen … dringend ans Herz legen, Ihr bisheriges Verhalten gegenüber der Gesamtheit der Weidetierhalter, gleichermaßen aber auch gegenüber den übrigen Bürgern zu überdenken. Wenn Weidetierhalter, wie gefordert, den Schutz ihrer Tiere vorhalten, darf es nicht immer wieder neue Begründungen geben, ein Tier, das sich durch all diese Maßnahmen nicht fernhalten lässt, weiterhin seine Angriffe durchführen zu lassen. Dies ist ein Hohn gegenüber allen, die draußen ihre Leistung für eine artgerechte Tierhaltung, eine funktionierende Landschaftspflege sowie eine naturgemäße regionale Erzeugung hochwertiger Lebensmittel erbringen. Wenn das Individuum für die Arterhaltung nicht wirklich von Bedeutung ist, wäre die Entnahme eines Einzeltieres zu verschmerzen. In der jetzigen Art und Weise scheint es uns, dass damit alle bisherigen Bestrebungen, miteinander zu kooperieren und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, gefährdet sind. Auch die Akzeptanz der unauffälligen Wölfe ist gefährdet. Über Vergrämung braucht man ehrlicherweise zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu diskutieren – es ist auch wenig zielführend, den diversen heimgesuchten Betrieben nachträglich vorzuwerfen, sie (oder ihre ahnungslosen Nachbarn) hätten nicht rechtzeitig Prävention betrieben. Dazu war die Informationspolitik – möglicherweise auch aufgrund tatsächlich nicht umfassenden Monitorings – nicht geeignet. Diese anpassungsfähige und findige Wölfin nun besendern zu wollen, um nach etlichen bestätigten (und noch mehr ausstehenden) DNA-Analysen „in- flagranti“- Beweise einzuholen, um gegebenenfalls mit einer entsprechenden zeitlichen Verzögerung vorwarnen zu können und ansonsten Belege für etwas zu bekommen, das bereits bekannt ist, wird an der Situation der Nutztierhalter nichts ändern.

  • Wohl aber diverse Sichtungen eines Wolfsrüden (wobei im Zweifelsfall auch ein Haushund genügte)! Wer will sehenden Auges riskieren, dass diese Wölfin ihren Welpen als gute Mutter ihre speziellen Fertigkeiten weitergibt?
  • Zu groß der Akzeptanz- Schaden bei den nicht direkt betroffenen Wählern, die gesunden Boden, sauberes Wasser und eine artenreiche Landschaft haben möchten, vielleicht sogar artgerecht erzeugtes Fleisch essen?
  • Zu uninteressant die im Verhältnis wenigen Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen, Hochwasserschutz betreiben, Biodiversität garantieren und der Tourismusindustrie zuarbeiten?

Ihr Nicht-Handeln führt genau dazu, dass Sie als Person die volle Verantwortung dafür zu tragen haben werden, wenn im nächsten Frühsommer Mutter und Welpen die vorgeschrieben Zäune überwinden. Es kann nicht in Ihrem Sinne sein, die Personenkreise, die für genau die Wirtschaftsweise stehen, die Sie und Ihre Partei öffentlich propagieren, zur Aufgabe zu zwingen, da die als probat verkündeten Methoden nicht greifen. Für die Akzeptanz all der Wölfe, mit denen ein Nebeneinander aller möglich sein kann, unser Appell: Ziehen Sie – gerade als grüner Minister – die „Goldenstedter Fähe“ aus dem Verkehr, handeln Sie.“

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren