Moderhinke: Zeitnahes Eingreifen nötig
Die Frühlingssonne lockt viele Menschen raus in die Natur. Freude kommt auf, wenn sie eine Schafherde auf frischem Grün sehen. Doch fällt der Blick von hinten auf die weiterziehende Herde mit humpelnden und sich sichtbar quälenden Schafen macht sich schnell Unmut breit.
- Veröffentlicht am
Bei der Erkrankung der
Vorderläufe knien die
Schafe bei der Futteraufnahme
und teilweise auch bei der
Fortbewegung auf den Vorderfußwurzelgelenken,
um die
schmerzenden Klauen zu entlasten.
Bei erkrankten Hinterläufen
nehmen die Tiere eine
Schonhaltung ein, d. h. sie entlasten
im Wechsel die Hinterbeine
oder sie fressen im Liegen.
Einer in Bewegung
befindlichen Schafherde folgen
die kranken Tiere humpelnd
mit charakteristischem Kopfnicken.
Schwer erkrankte Tiere
laufen teilweise auf drei Beinen.
Greift die Erkrankung auf
die Klauengelenke über, kommt es zum Festliegen. Abmagerung,
aber auch die Ablösung
des gesamten Hornschuhs
zählen zu den weiteren
Symptomen.
Aus tierschutzrechtlichen
und wirtschaftlichen Gründen
ist bei einem Moderhinkebefall
eine Bestandssanierung der gesamten
Herde erforderlich.
Kranke Tiere gehören aufgestallt
und gesund gepflegt.
Humpelnde Tiere am Ende einer
Herde zerstören das gute
Image der Schafhaltung in der
Bevölkerung!
Bei der Moderhinke handelt
es sich um eine bakterielle Erkrankung
des Klauenhorns.
Die Erkrankung verbreitet sich
durch die indirekte Übertragung
über den Boden kontaminierter
Weiden aus und ist
hochinfektiös. Die eitrige Entzündung
der Klauen ist an der
schmierigen, grau-weißen
Masse der Eiterherde erkennbar,
von denen ein unangenehmer,
faulig-süßer Geruch ausgeht.
Weitere Informationen:
Schafzucht 09/2013, Seite 30:
Moderhinke – Behandlungsstrategien
und Vorbeugemaßnahmen.
Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.