Internationale Fachtagung „Schafe und Ziegen – Produkte unserer Landschaft“
Zu einer Fachtagung für Schaf- und Ziegenhalter mit
einem umfangreichen Programm laden der Bundesverbandes
Deutscher Ziegenzüchter und Bioland ein.
- Veröffentlicht am
Die Fachtagung des Bundesverbandes
Deutscher
Ziegenzüchter (BDZ) findet in
diesem Jahr zusammen mit der
Internationalen Bioland Schafund
Ziegentagung statt. Unter
dem gemeinsamen Motto
„Schafe und Ziegen – Milch
und Fleisch aus unserer Landschaft“
treffen sich vom 12. bis
14. Dezember in der Katholischen
Akademie in Freiburg
Schaf- und Ziegenhalter, Berater,
Wissenschaftler und Firmen,
die sich mit der Haltung
von Schafen und Ziegen befassen.
Diese Veranstaltung gilt
als der Treffpunkt für Schafund
Ziegenhalter, um sich über
die Themen Tiergesundheit,
Züchtung, Aufzucht, Weidehaltung,
Management und Vermarktung
zu informieren und
auszutauschen.
Zum Auftakt führen drei Exkursionen
zu Ziegenbetrieben
und Schäfereien in den
Schwarzwald und das benachbarte
Lothringen: „Landschaftspflege“,
„Erwerbsmilchziegenhaltung“
und „Schafe zur
Fleisch- und Milcherzeugung“
bilden die inhaltlichen Schwerpunkte.
Auf den verschiedenen
Betrieben kann die Verknüpfung
der landwirtschaftlichen
Produktion mit der Landschaft
direkt erfahren werden. Natürlich
kommt auch die Verkostung
der regionalen, handwerklich
gefertigten Produkte
nicht zu kurz. Die nächsten beiden Tage
sind für Vorträge und Workshops
reserviert.
Auf den Exkursionen Erfahrenes
wird in verschieden Beiträgen
der Tagung weiter bearbeitet.
Das Highlight der Tagung
ist der gemeinsame Einstieg
in die Tagung mit dem
„SchaZie Cafe“: Hier sind die
Teilnehmer gefragt, sich zu aktuellen
Themen der Schaf- und
Ziegenhaltung zu informieren,
auszutauschen und kontrovers
zu diskutieren. Es werden Positionen
erarbeitet, die direkt in
die Arbeit der beteiligten Verbänden
einfließen oder auch
Forderungen an die Politik darstellen.
Geplante Themen sind
z.B. Zucht, Vermarktung, Weidehaltung,
Enthornung, Interessensvertretung
für Erwerbsschaf-
und -ziegenhalter.
Kontrovers geht es dann weiter
in verschiedene Workshops,
bei denen vor allem Praktiker
die Impulse geben. So diskutieren
wir das Thema „Ist Landwirtschaft
keine Landschaftspflege?“.
Eine Frage, die viele
Ziegen- und Schafhalter in sogenannten
„benachteiligten
Gebieten“ beschäftigt. In anderen
Workshops geht es um
Lämmer- und Kitzaufzucht, um
deren Vermarktung und um die
Tiergesundheit.
Ein weiterer Schwerpunkt
der Tagung ist die Zucht. Hier
sind Experten aus den Nachbarländern
Schweiz und Frankreich
geladen, um ihre Erfahrungen
einzubringen. Verschiedene
aktuelle Projekte zur
Schaf- und Ziegenzüchtung
werden vorgestellt.
Bei einem Workshop zur
praktischen Ziegenzüchtung
werden die Möglichkeiten der
Umsetzung auf dem eigenen
Betrieb erarbeitet.
Der Austausch mit Fachleuten
aus dem Nachbarland
Schweiz findet in vielen weiteren
Beiträgen statt, so z. B. bei
Untersuchungen zum Arbeitszeitbedarf
in der Kleinwiederkäuerhaltung
oder zu Vorbeuge-
und Behandlungsmöglichkeiten
gegen Weideparasiten.
Die Tagungsteilnehmer können
meistens zwischen drei Parallelveranstaltungen
wählen,
so dass zu jedem Zeitpunkt der
Tagung ein interessantes Thema
behandelt wird. Die gesamte Veranstaltung
ist so konzipiert, dass Mitmachen
gefragt ist! Diskussionen
sind bei allen Beiträgen eingeplant,
oftmals finden die Beiträge
in Form von Workshops
mit aktiver Einbindung der
Teilnehmer statt. Da es nicht
nur um den fachlichen Austausch
geht, sondern auch um
das persönliche Kennenlernen,
findet am Dienstagabend eine
Führung durch das vorweihnachtliche
Freiburg statt, bevor
es dann zum regionalen Buffet
mit Spezialitäten von Schaf
und Ziege geht.
Peter Franceschini-Aumann
gibt mit seinen Gedanken zu
„Ein Käse ist ein Käse ist ein
Käse“ noch erheiternde Anregungen
zu Regionalität und
Qualität von handwerklich hergestellten
Produkten von Schaf
und Ziege.
„Milch und Fleisch aus unserer
Landschaft“ ist auch das
Motto für die Verpflegung während
der Tagung. Das Tagungshaus,
die Katholische Akademie
der Erzdiözese Freiburg,
verarbeitet für die Veranstaltung
das Fleisch von Ziegen
aus der Region und serviert
diese in den verschiedensten
Variationen. Bei der Vorbereitung und
Durchführung der Tagung arbeiten
der BDZ mit dem diesjährigen
regionalen Ausrichter,
dem Ziegenzuchtverband Baden-
Württemberg, und Bioland,
der Verband für handwerkliche
Milchverarbeitung
im ökologischen Landbau und
das von-Thünen-Institut für
Ökologischen Landbau eng zusammen.
Die Vereinigung
Deutscher Landesschafzuchtverbände
unterstützt die Veranstaltung.
➜➜Für alle Mitglieder der beteiligten
Verbände gilt ein ermäßigter
Beitrag für die Exkursions-
und die Tagungsteilnahme.
Der Exkursionsbeitrag beträgt
35 Euro (Nicht-Mitglieder:
45 Euro), der Tagungsbeitrag
75 Euro (Nicht-Mitglieder:
100 Euro).
Weitere Infos erhalten Sie
beim Ziegenzuchtverband Baden-
Württemberg, Tel. 0711/
1665502, Fax 1665583, E-Mail:
zzv@ziegen-bw.de, www.ziegen-bw.de, oder beim Bioland
Tagungsbüro, Bahnhofstr. 15,
27374 Visselhövede, Tel.
04262/9590-70, E-Mail: tagungsbuero@
bioland.de.
Alle Anmeldungen nimmt
das Bioland Tagungsbüro entgegen.
Dr. Pera Herold,
Ziegenzuchtverband
Andreas Kern,
Bioland Beratung

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